Lebenshoffnung

EAmizero Y´Ubuzima (Lebenshoffnung)
Zentrum für Kinder mit einer geistigen Behinderung in Kibirizi/Butare, Ruanda

Menschen mit einer Behinderung oder, wie es seit dem Paradigmenwechsel in der Sonderpädagogik heute heißt, Menschen mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen sind in einem Land der sog. „Dritten Welt“ in mehrfacher Hinsicht benachteiligt.Sie leiden zunächst an den Problemen, die auch nichtbehinderte Menschen treffen. Dies sind in Ruanda zuerst einmal die Folgen des Genozids von 1994. 

In der schwarzen und der weißen Hand wird eine Taube gehalten, das Symbol des Friedens.

[Kibilizi Projekt Curriculum] [Kibilizi Projekt Report Januar-Juni 2011]

[Behinderung durch Armut...]

Eine komplette Beschreibung des Projekts erstellt von Dr. Anton Geiser finden Sie als doc-Dokument [hier...]

Die vorgelegte Konzeption wurde auf der Basis umfangreicher Studien in Kenya, Simbabwe und Tansania erstellt. Die Übertragbarkeit auf Ruanda ist im Rahmen der vorbereitenden und begleitenden Evaluation zu überprüfen.

  • Die genannten Studien berücksichtigen in hohem Maße das in den jeweiligen Ländern vorhandene Fachwissen einheimischer Experten. Eine Einbeziehung von Fachleuten aus Ruanda ist dringend angezeigt. Die Konzeption wurde mit Vertreterinnen des Frauenordens „Mbisimarya“ kritisch diskutiert.
  • Die vorgelegte Konzeption berücksichtigt die aktuellen Forschungsergebnisse aus dem noch jungen Forschungszweig „Heilpädagogik im entwicklungspolitischen Kontext“. Sie ist als inhaltliche Konzeption zu verstehen und bedarf der Ergänzung und Umsetzung durch andere Fachbereiche.
  • Für die bauliche Gestaltung hat der Fachbereich Architektur in Erfurt unter Leitung von Prof. Rongen Verantwortung übernommen. Die Konzeption und die Gestaltung des Zentrums aus heilpädagogischer Sicht wurden bei 2 Besuchen in Erfurt ausführlich mit den Studierenden des Fachbereichs diskutiert. Als Grundthemen wurden besprochen:
  • der Raumbedarf (Größe, Ausstattung, Gestaltung...)
  • die sinnvolle Anordnung der Räumlichkeiten (Trennung von Beschulung und Rehabilitation bzw. Lehrbereich / Zuordnung der Funktionsräume ...)
  • eine klare und einfache Strukturierung des Zentrums, damit sich Kinder mit einer geistigen Behinderung zurecht finden
  • die Sicherheits- und Aufsichtsaspekte
  • die Möglichkeit das Zentrum zu erweitern
  • Die vorgestellte Konzeption und die hieraus abgeleiteten Entwürfe der Studierenden sollten von dem „Kernteam Heilpädagogik“ kritisch und unter den
    o.g. Kriterien diskutiert werden.
  • Im Anschluss sollte erneut das Gespräch mit den Projektpartnern in Ruanda gesucht werden.
  • Ausgehend von der so gewonnenen Endfassung der inhaltlichen Konzeption und ihrer baulichen Realisierung kann durch die Finanzexperten des Vereins ein Finanzierungsplan erstellt werden.